Luosto 21.01. - 28.01.2017

Am Samstag, 21.01.2017  geht's los.

Hoffentlich haben wir wegen dem WEF keine Verspätung im Abflug. Planmässig wäre um 12:55 Abheben Richtung Rovaniemi wo wir um 17:40 Ortszeit (+1 Std.) landen sollten.

Anschliessend geht's mit dem Reisebus 1 Std. lang nach Norden bis nach Luosto.



Samstag, 21.01.2017

 Pünktlich konnten wir heut abfliegen. Der Flug verlief ruhig, ohne Turbulenzen. Ebenso Pünktlich wie wir gestartet sind, kamen wir pünktlich um 17:40 in Rovaniemi an. Nachdem wir unsere Koffer gefasst hatten fuhren wir mit dem Car Richtung Luosto. Die Strassen waren gut und so kamen wir recht zügig voran. 20:00 konnten wir die Türe zu unserem Blockhaus öffen. Sofort räumten wir unsere Koffer aus und begannen mit dem zubereiten des Nachtessen. (Mehlsuppe mit Knackerli)

Kaum hatten wir gegessen und nochmals einen Tee zubereitet........ Alarm, Alarm.  Die Nordlichter sind schon im Anmarsch. sofort liesen wir alles stehen und liegen, zogen unsere Skikleider an, schnappten uns die Fotoausrüstung und ab in die Eisige Kälte.

Wau, schon tanzen die ersten Nordlichter vor unserm Blockhaus. Vor lauter Bewunderung konnte ich kaum den Fotoapparat einschalten. Doch nach einigen versuchen ist es mir gelungen und die ersten Bilder waren gemacht. Nach ca 30 Min. ist der erste Serie der Nordlichter vorbei. Schlotternd machten wir uns wieder im Blockhaus gemütlich. Doch bald leuchteten die nächsten Nordlichter wieder auf und das durfte natürlich nicht verpasst werden. Also, wieder alles anziehenund abermals an die Kälte. Wieder wunderschöne Nordlichter am Himmel. 00:30  nun wurde es ruhig. Durchfrohren und Müde mit wundervollen Eindrücke suchten wir nun das Bett. Gute Nacht bis morgen.


Sonntag, 22.01.2017

Nach einer bewegten Nacht, sind wir um 08:00 aufgestanden und habe uns ein feines Morgenessen zubereitet. Anschliessend durften wir ab 10:00 unsere Ausrüstung abholen. (Overall, Schneeschuhe, Stöcke und den berühmten Trettschlitten .  Alles angepasst uns zusammen gepackt, machten wir uns mit der ganzen Ausrüstung auf den Weg ins Blockhaus.  Doch dann der grosse Schreck. Keine einzige Türe unsere Blockhauses lässt sich mit dem Schlüssel mehr öffnen. Alles wurde versucht, doch nichts hat geholfen.

Also machte ich mich gleich auf den Weg ins Kontikibüro um Hilfe zu holen. Sofort wurde uns geholfen und wir fuhren zur Verwaltung. Diese suchte gleich den zweiten Schlüssel, um dann gemeinsam zurück zum Blockhaus zu fahren. Auch die Verwaltung konnte sich zuerst keinen reim darauf machen. Doch bald wurde der Fehler entdeckt. Wir hatten grosses Glück, denn uns wurde der falsche Schlüssel ausgehändigt und nur durch Zufall konnten wir überhaupt gestern die Türe öffnen.

Nachdem wir uns vom Schreck ein wenig erholt hatten machten wir uns sofort auf den Weg in den Dorfladen, den dort wollten wir für unser Mittagessen noch dringend Brot besorgen.

Endlich geschafft, alles Eingekauft und endlich zurück im Blockhaus machten wir uns daran, das Mittagessen vorzubereiten. (ein feines Fondue!!!  Bei dieser Kälte dem vielen Schnee ist das eben das richtig für den Beginn der Ferien.

Nach einer kurzen Ruhepause traffen wir uns um 15:45 zum Apero in einer Finnischen Kota.

Lisa, eine ehemalige Wildnisführerin erzählte uns von den Lappen und ihren Bräuchen.

Um 18:30 sind wir dann wieder in unserm Blockhaus und lassen den Abend mit UNO-Spielen ausklingen.  Einige Wolken sind aufgezogen, so dass wir kaum mit Nordlichtern heute Nacht rechnen müssen.

Montag, 23.01.2017

Gemütlich begann der heutige Tag. Erst um 08:30 wurde das Frühstück bereitgestellt und genossen.

Nochmals einen kurzen Abstecher in den Dorfladen, denn für Nachschub muss gesorgt werden.

Natürlich dürfen auch die Ansichtskarten für all die lieben zu Hause nicht vergessen werden.

Zurück im Blockhaus wurden sogleich die Ansichtskarten geschrieben, was erledigt ist, ist erledigt.

Da das Wetter sich immer noch von der Freundlichen Seite zeigte, beschlossen wir kurzerhand uns noch ein wenig sportlich zu zeigen. Gleich wurden die Schneeschuhe montiert und ab in den Nationalpark. Einsamkeit und Stille wurden nur noch durch zwei Armeeflugzeuge gestört.

Nach 1,5 Std. Wanderung sind wir wieder im Blockhaus angekommen. Es bleibt uns jedoch nicht viel Zeit, denn schon dürfen wir uns für den Finnischen Kochkurs und anschliessenden Essen bereit machen. Um 18:00 müssen wir beim Kontiki Büro sein. Pünktlich wie immer sind wir am Sammelplatz.

Nun ab in den Reisebus, der uns in einer 1/4 Std. Fahrzeit zur Rentierfarm "Jaakkola" bringt.

Nun werden wir in 4 Gruppen eingeteilt. (Suppen-, Dessert-, Gemüse- und die Grillgruppe)

Nun bereitet jede Gruppe unter kundiger Anleitung der Samen das entsprechende Gericht zu.

Nach fertigstellung der Gerichte dürfen wir alle zu Tisch und jede Gruppe serviert nun ihr Gericht.

Einfach lecker.......!

Kurz vor der Rückkehr konnten mit dem Fotoapparat noch ein paar Schnappschüsse des Polarlichtes eingefangen werden. Leider waren diese zu schwach um sie mit dem Menschlichem Auge zu sehen, doch sie waren da.

Zu Hause angekommen, genossen wir noch einen heissen Tee und der Abend wurde noch mit "Eile mit Weile" zu ende gebracht. 00:26  war das Spiel zu ende und die Liegestätte wir nun aufgesucht.


Dienstag, 24.01.2017

Heute sind wir schon 08:00 aufgestanden und haben jedoch gemütlich das Frühstück genossen.

Die Sonne schien bereits und auf dem Programm war ab 12:45 der Besuch der Rentierfarm vorgesehen. Renata und ich kannten die Rentierfarm bereits, deshalb entschieden wir uns für eine Schneeschuhwanderung auf den Hausberg von Luosto. Schon lange hatten wir den Wunsch da hoch zu Laufen.  Marcel und Ursi werden die Rentierfarm besuchen. So trennten sich unsere Wege heute ab 12:00.  Renata und ich marschierten mit den Schneeschuhen von nun an Bergwärts. Einfach fantastisch die Ruhe und das knistern des Schnees. In all den Jahren zuvor hatten wir auf der ersten höhe immer relativ starken Wind, heute war es Windstill und die Sonne schien zwischen den leicht verschneiten Bäumen.  So genossen wir unsere Wanderung in vollen Zügen.

Ursi und Marcel besuchten die Rentierfarm und waren begeistert von der Farm und den Rentieren.

Sie erfuhren alles über die Rentiere und deren Zucht. Wann und wie die Rentiere während des ganzen Jahres über gehalten werden. Sie wurden sogar mit einen kleinen Lunch belohnt. (Eine wunderbare Rentiersuppe).

Als alle wieder im Blockhaus waren, begann dann schon bald die vorbereitung des Nachtessen. Einen wunderbaren Ravioliauflauf mit Eier.  Gesätigt begannen wir wieder mit "Eile mit Weile" und endeten den Abend mit ein paar Runden UNO.  Leider konnten wir heute Abend noch keine Nordlichter entdecken. So begaben wir uns doch recht müde vom Erlebten um 23:45  ins Bett  


Mittwoch, 25.01.2017

 Heute wurden wir von heftigen Winden geweckt.  Um 08:00 standen schon alle in der Küche und bereiteten das Frühstück zu.  Gemütlich genossen wir unser Frühstücksbuffet und staunten wie der Wind um die Hütte fegte. Die Hundeschlitten-Safari, die um 12:00 begann haben wir abgesagt. Denn bestimmt wären wir nur noch als Schneefrauen und Schneemänner aus dem Schlitten gestiegen.

Wir blieben somit zu Hause. Haben unser  Cheminee angezündet und uns mit Spielen den Tag verbracht. Da wir auch genügend Lebensmittel hatten mussten wir heute nicht mal raus...... Doch, doch, unsere Tägliche Barfusswanderung im Schnee (2 Min.) haben wir trotzdem gemacht.

Der Sturm hat seine Spuren hinterlassen, gleich beim Blockhaus neben uns wurde ein Baum Opfer des Sturmes. Der Sturm konnte uns natürlich nicht vom Spaghettiplausch abhalten. Gesättigt wurde der Spieltag bis um 21:50 fortgesetzt. Nun hoffen wir, das für den morgigen Tag wieder etwas besseres Wetter ankommt.


Donnerstag, 26.01.2017

Der Wind hat in der Nacht nachgelassen und heute morgen war ein prächtiger Sonnenaufgang zu sehen. Nach dem Frühstück machten wir es uns noch gemütlich bis wir uns um 11:30 bereit machen mussten. Den heute war eine geführte Schneeschuhwanderung im Nationalpark vorgesehen.

Wir wurden in 2 Gruppen eingeteilt. Eine sportliche Gruppe die sich zügig auf dem Berg machte, und eine gemütlichere Gruppe die es auch bis zur Baumgrenze (482 m ü.M.) schaffte. Eindrücklich verschneite Bäume die jedoch auch vom gestrigen Sturm gekennzeichnet waren.

Nach der Wanderung begaben wir uns ins Grill-Caffee und genossen einen leckeren Renntierhamburger mit Pomme-frites.

Den Abend begannen wir mit "Eile mit Weile" bis uns ein Nordlichtalarm daran hinderte weiter zu spielen. Warme Kleider anziehen, Fotoapparate schnappen und ab nach draussen die Nordlichter bestaunen. Nach etwa 3/4 Std. war der grösste Spuk vorbei, und wir waren froh wieder in die warme Stube zurück zu kehren. Den Rest des Abends wurde noch mit "UNO" überbrückt bis alle müde um 22:30 ins Bett gingen.


Freitag, 27.01.2017

Der letzte Tag in unserer Blockhütte. Schon mit Wehmut wird das Frühstück zubereitet, schweigend und in sich gekehrt geniessen wir unser Frühstück. Wir gehen alles ganz gemütlich an, denn der ganze Tag steht uns zur freien Verfügung.  Gemütlich Duschen, ein wenig Plaudern und dann beschliessen wir noch einen Spaziergang zu machen, die leeren Flaschen und Büchsen entsorgen. Auf dem Heimweg besuchen wir noch das Hotel Aurora und gönnen uns zum Abschluss ein Gläschen Wein.

Zu Hause angekommen werden noch die Resten aufgewärmt. Gemütlich verbringen wir den Nachmittag mit ein paar Runden "UNO". Die Zeit rast nur so davon und um 17:00 müssen wir uns für das Abschlussessen mit der Reisegruppe bereit machen und die Schneeschuhe sowie Stöcke abgeben. Den Overall dürfen (müssen) wir für das Schlussessen im offenen Schneerestaurant anziehen. Denn heut blässt wieder ein Orkanartigen Wind. 

Als alle pünktlich um 17:45 bereit stehen, marschieren wir ab zum besagten. Schneerestaurant.

Herzlich werden wir von der Küchenmannschaft des Hotel Aurora mit einem heissen Getränk empfangen.   Das Feuer brannte bereits und wir konnten uns ein wenig ums Feuer wärmen.

Kurz danach wurde uns beriet die Vorspeise angeboten, dass wir selber auf dem offenen Feuer braten durften. Alles ging ziemlich zügig voran. Schon wurden wir mit einem Glass einem Holzbrettchen ausgestattet und durften auf den Renntierfellen und den Schneebänken platz nehmen. Die Brettchen dienten uns als Tisch und mussten auf den Oberschenkeln gelegt werden.

Der Chefkoch erklärte noch wie er den Lachs zubereitet hat. 

Nun wurden uns einen wunderbaren Lachs mit Gemüse und Kartoffel sowie einer feinen Sauce serviert. Mhhhhhh, lecker, ich habe schon lange keinen so feinen Lachs gegessen wie heute. Auch an Dessert wurde gedacht. Doch nun wurde es doch langsam kalt und wir machten uns auf den Heimweg. Vielleich sehen wir auch heute noch die Polarlichter, der Himmel ist Sternen klar und die Vorhersage lautet auf einen Wert von 4 KP.  Ob es Polarlichter gab, werde ich euch morgen verraten.


Samstag, 28.01.2017

Der Abreisetag ist angebrochen. Heute war bereits um 07:00 Tagwache. Schweigend bereiteten wir das letzte Frühstück zu. Nach dem Frühstück mussten wir unsere Koffer packen, den ab 09:45 war Abreise angesagt. Wir wurden dann am Sammelplatz gebracht wo unsere Koffer in den Reisebus verladen wurden. Im Restaurant durften wir noch den letzten finnischen Kaffee geniessen, bevor es um 11:00 der Transfer nach Rovaniemi begann.

Oh, ja, fast hätte ich es vergessen: Wir hatten in der Nacht nochmals Nordlicht Alarm. Diese waren jedoch nicht so stark, so das wir auf Fotos verzichtet haben.

So um 12:30 sind wir dann in Rovaniemi angekommen. Wir gingen gleich in die Stadt und dort zum Mexikaner zum Essen. Es war wie jedes Jahr sehr gut. Anschliessend schlenderten wir durch die Stadt, von einem Einkaufscenter ins andere, bis es 16:30 war. Dann war treffen beim Articum und die letzte Fahrt zum Flughafen. Die Abfertigung war speditiv und ohne  Probleme. Das einzige negative war die verspätete Ankunft des Fliegers. Dieser war in Zürich mit 3/4 Std. Verspätung gestartet. Dank Rückenwind konnte er gute 20 Minuten aufholen.  So kamen wir nach einem ruhigen Flug erst um 21:25 in Kloten an. 

Eine schöne und Erlebnisreiche Woche ist nun auch wieder zu ende.

Bestimmt kommen wir wieder!