Lappland 18.01. - 25.01.2020

Auch dieses Jahr hat uns das Lapplanfieber nicht losgelassen. Also wurde unsere Hütte wieder gebucht und am 18. Januar geht es wieder nach Luosto. Dieses Jahr wieder einmal nur noch zu zweit, doch auch diese zweisamkeit werden wir geniessen und die Zeit wird bestimmt wieder zu schnell vorbei sein.


Samstag, 18.01.2020

Um 09:00 gehts ab auf Postauto und anschliessend mit dem Zug direkt zum Flughafen. Dort müssen noch ein paar dringende Besorgungen gemacht werden.

Schnell konnten wir alles erledigen. Nun können wir es uns noch ein wenig in der Swiss Lounge gemütlich machen, eine kleinigkeit Essen, ein feines Desssert mit Kaffee geniessen und schon wird es Zeit um an Bord zu gehen.

Leider können wir wegen zu hohem Verkehrsaufkommen, erst mit 40 Min. Verspätung abheben.

Der Flug verlief ruhig und wir wurden von der Besatzung verwöhnt wie noch nie in den letzten 8 Jahren.

Durch starken Rückenwind konnte die Besatzung die 40 Min. Verspähtung aufholen so das wir eigentlich pünktlich um 17:25 Ortszeit (in der Schweiz 16:25) in Rovaniemi landen. Leider funktionierte die Andockingelektronik nicht mehr, so das wir warten mussten bis uns dass Schleppfahrzeug in die richtige Position bringen konnte. Das Gepäck wurde zügig zugestellt so das uns die Kontikibetreuer schnell in Empfang nehmen durften. Nun ging es neu auf geteilt in mehrer kleine Minibus nach Luosto.

Viel Schnee erwartete uns und der Fahrer lud uns leider am unteren Hauseingang ab, so das wir die Koffer noch durch den Tiefschnee schleppen mussten. Doch nun konnten wir uns wieder wie zu Hause fühlen. Nach dem Auspacken verkrochen wir uns ziemlich schnell ins Bett, den die Müdigkeit setzte uns zu.  Doch musste die übliche Barfussrunde durch den Schnee noch absolviert werden.

Gute Nacht!


Sonntag, 19.01.2020

Gemütlich wurde der Tag mit einem feinen Frühstück begonnen.

Doch schon um 10:00 durften wir unsere Ausrüstung im Kontiki-Büro bei Lappland Safaris abholen.

Da wir schon unser Overallgrössen kannten, waren wir zügig ausgerüstet, so das wir nun genug Zeit hatten, die Ausrüstung in unser Blockhaus zu bringen.

Um 11:00 standen wir dann vor dem Laden im Zentrum um uns für die nächsten Tage mit Lebensmittel einzudecken.

Auch das wäre geschafft und wir konnten unser traditionelles Fondue zubereiten. Leider fehlten uns zwei treue Begleiter, so das wir uns daran gewöhnen mussten dass wir dieses Jahr nur zu zweit sind.

Nach eine kurzen Mittagspause wurden die Schneeschuhe angeschnallt und die Wege um unsere Blockhütte prepariert.  Als das  auch das erledigt war wanderten wir noch ein Stück richtung Hausberg. Da uns jedoch langsam die Zeit davon rennt, wendeten wir und begaben uns wird zur Blockhütte. Der nächste Terim stand schon an, um 16:00 war Besammlung zum Willkommens-Apéro.

Hans erzählte uns von dem Samen und deren Lebensweise, servierte uns noch ein paar Häppchen und einen feinen Beerentee.

Im Anschluss hatten wir eine 2 Stündige Pause bevor wir uns um 20:00 wieder zum Nordlicht-Fotokurs besammelten.  Mit 3 Profifotographen gins zum Avenlampisee, wo wir einiges über die Nordlichter erfuhren. Im Anschluss wurden unsere Kameras mit hilfe der Profis richtig eingestellt und dabei bekamen wir noch wertvolle  Tipps zum fotographieren der Nordlichter. So kurz nach 22:00 Uhr waren allen Kameras eingestellt einige Bilder der Umgebung geschossen und alle Tipps bekamen wir auch in einer kleinen Broschüre mit auf den Weg. Nun dürfen wir zu unsern Blockhütten zurück und auf die Nordlichter warten. Leider ist die Wolkendecke zu gross um in dieser Nacht die ersehnten Lichter zu sehen. Am Mittwoch und Donnerstag stehen die Chancen sehr gut.

Jetzt noch Barfuss durch denn Schnee und nun, Gute Nacht!

 


Montag, 20.01.2020

Nachdem wir ausgeschlaffen haben, ( 08:15) bereitete ich das Frühstück zu. Natürlich in       gewohnterweise wie es sich für Luosto gehört. 3 min Eier, Schinken, Käse, feines Toastbrot sowie eine gute Tasse Kaffee. Die Zeit verging viel zu schnell. Wir möchten heute noch eine mittlere Schneeschuhtour unternehmen.  Nun schnell die Küchenarbeit erledigen und dann ab auf die Schneeschuhe. Es ging recht gut, viel Schnee so das wir dieses Jahr nicht so auf die Äste und Steine am Boden schauen mussten. Wir erkundeten noch gute Plätze für das Besichtigen der Nordlichter. Nach etwa 2 Wanderstunden kehrten wir in unsere Hütte zurück. Ein kleiner Imbiss habe wir uns zubereitet und genossen. Jetzt noch 1 Stunde Ruhen und entspannen, bevor wir uns um 18:15 im Kontikibüro besammelten zum Finnischen Kochkurs.

Wir durften wieder auf die Jaakkola Reindeer Farm gehen zu Anu und Jani.

Die Fahrt dauerte knappe 15 Min. mit dem Bus. Herzlich wurden wir von Anu Empfangen und Sie erinnerte sich noch sehr gut an uns.

Dieses Jahr durften wir vor dem Kochkurs noch die Rentiere besuchen und dort im Gehege sogar die Rentiere füttern und streicheln.

Anu war so begeister von uns allen und all den kleinen Überraschungen die Sie bekam, das Sie unbedingt ein Gruppenfoto haben wollte. So stellen wir uns alle auf damit auch gelungene Fotos gemacht werden konnten.

Anschliessend gab es einen Apérodrink mit heissem Beerensaft und Wodka.

Nun aber los, der Kochkurs begann. Schnell wurden wieder 4 Gruppen gemacht.

- Suppengruppe

- Gemüsegruppe

- Fleischgruppe sowie die Dessertgruppe.

Jeder Gruppe wurde durch Fachkundige Mitarbeiterinnen von Anu betreut, so dass am schluss ein hervorragendes Menue entstand. Ich möchte euch nicht reizen, aber es war einfach hervorragend.

Die Zeit rasste davon und so lange wie heute sind wir schon lange nicht mehr in der Kota hängen geblieben. Drausen schneite es, als wir uns auf dem Heimweg machten. Leider mussten wir auch diese Nacht auf die Nordlichter verzichten. Auch in der Blockhütte angekommen lies der Schneefall nicht nach, noch schnell den Barfusslauf und anschliessend verkrochen wir uns eben ins warme Bett. 


Dienstag, 21.01.2020

Heute waren die Wetteraussichten sehr gut, und da wir den Tag zur freien Verfügung hatten,  entschieden wir uns nach einem gemütlichen Frühstück die Schneeschuhe anzuschnallen und frei den Berg hinauf zu wandern um ev. die Aussicht und die Sonne zu bewundern. Auf dem Rückweg legten wir eine kurze Teepaus an einer Kota ein, dabei wurden wir von den Kuukkelis beobachtet. Als auch wir die Glücksheer entdeckten,  nahmen wir sofort Brösmel auf die Hände und streckten diese aus.

Sofort folgen die schönen Vögel auf unsere ausgetrecken Hände und begannen ruhig zu picken.

Die Kuukkelis sind sehr zutraulich und doch immer auf der Hut. Als alles aufgepickt war, begaben wir uns auf den Heimweg.

Und dann um 17:31 der erste Nordlichtalarm diese Woche. Sofort hechteten wir in unsere Klamotten, packte die Fotoausrüstung und begaben uns zum Ahvenlampi. Dunkel war es, kurz darauf gab es ein wunderschönes Nordlicht. Dann lange nichts mehr und der Nebel zog langsam auf. So begaben wir uns zurück zur Blockhütte. Nochmals einen Blick nach drausen, was jedoch nicht viel versprach. So entschieden wir uns ins Bett zu verkriechen.  Doch kaum richtig drin, der nächste Alram.

Es ist nun 21:41 und so stürmen wir wieder aus dem Bett in die Klamotten und packen die breit gestellten Kameras und begebn uns vor das Blockhaus.

Nun ging es zur Sache, das war unbeschreiblich schön. Ganz grüne Lichter am Himmel und gleich dazu noch eine Sternschnuppe.  Nach einer guten Stunde wurde es wieder still am Himmel, so verzogen wir uns wieder in die warme Blockhütte. Wir waren noch keine 30 min. drin sahen wir durchs Fenster wieder intensive Nordlichter. Sofort die Schuhe anziehen und ab nach drausen. Es waren unbeschreiblich schöne Nordlichter. Wir haben in den letzten Jahren keine so schöne gesehen.  Vor lauter Bewunderung habe ich ganz vergessen den Auslöser der Kamera zu drücken. Überall am Himmel konnte wir diese Bewundern, man wusste nicht mehr wohin man schauen sollte. Kurz nach 23:30 Uhr war der Spektakel vorbei und wir gingen gerne wieder in die warme Blockhütte und dann noch schnell Barfuss nachschauen ob wircklich alles vorbei war. So gingen wir Müde aber sehr zufrieden schlafen.


Mittwoch, 22.01.2020

Um 08:00 wurde heute das reichhaltig Frühstück eingenommen, damit wir anschliessend genügend Energie haben um mit den Schneeschuhen das prächtige Wetter auf 546 m ü.M. zu geniessen.

Tee und Snacks einpacken, Schneeschuhe anschnallen und ab geht es bei eisigem Wind in die Höhe. Die Sonne lässt sich blicken und der Wind wird immer eissiger um so höher wir aufsteigen. Nach ca. 90 min.  Aufstieg erreichen wir den Gipfel und geniessen die herliche Aussicht über das Land. In den verschneiten Bäume kann man diverse Skulpuren erkennen und wenn die Sonne noch drauf scheint wirk es schon fast Märchenhaft. Als wir so durch die verschneiten Bäume wandern begegnet uns tatsächlich noch ein Schneehuhn. Aufmerksam beobachtet es uns was wir nun machen. Wir bleiben ganz ruhig stehen und schauen dem Schneehuhn nach. Plötzlich verschwindet es so schnell im Schnee wie es aufgetaucht war.  Wir genissen noch die Aussicht und den kühlen Wind, bevor wir uns wieder an den Abstieg machen.  So kurz nach 14:00 erreichen wir unsere Blockhütte.  Kalt war die Wanderung doch mit sehr schönen Eindrücken verbunden. 

Nachdem wir uns umgezogen hatten, meldete sich der Hunger.  Also wurde ein feiner Auflauf zubereitet und gemütlich konnten wir diesen dann geniessen.  Den restlichen Nachmittag verbrachten wir noch gemütlich im Blockhaus,  So um 18:00 zogen wir nochmals unsere Winterkleider an und machten uns nochmals auf eine Erkundungstour durch den Wald um nach den Nordlichter ausschau zu halten.  Nach kurzer Zeit sind wir wieder zurück, doch die Vorhersagen wurden immer schlechter. So verbrachten wir den Abend noch beim spielen.

Kurz vor der Nachtruhe gings wieder auf die Barfussrunde durch den herlich kühlen Schnee.

Nachtrag:

Da ich um 23:05 noch wach war, schaute ich mal kurz aus dem Fenster, was sahen da meine Blicke??

Ganz grüne Nordlichter am Himmel. Sofort in die bereitgestellten Kleider, Fotoapparat und Schlüssel einpacke und ab nach drausen. Kaum da angelangt begannen die Lichter die Farbe von grün über orange und violett zu wechseln, zudem tanzten die Lichter untunterbrochen am Himmel.

Dann der absolute Höhepunkt. Gleich über uns bildenten die Nordlichter einen Kreis und liessen ihre Straheln im Kreis wie aus einer Gieskann auf uns herunter.

(Die sogenannte "Aurora Borealis Corona") durften wir erleben. Das ist ein ganz seltenes
Phänomen das es von den Nordlichter gibt. 

Wir konnte aus lauter Ehrfurcht nicht einmal mehr den Fotoapparat auslösen. Bis 01:20 wartete ich auf weitere Nordlichter, doch diese waren für diese Nacht verschwunden. Überglücklich und mit ganz seltsamen Gefühlen verkroch ich mich dann ins Bett.


Donnerstag, 23.01.2020

Für den heutigen Tag war um 10:00 Uhr Besammlung um das Eislochfischen zu erlernen. Für uns natürlich eine wiederholung aus vergangenen Jahren. Trotzdem wurde es ein kurzweiliger Ausflug. Es gab auch viel von den gestrigen Norddlichter zu Berichten. jeder hat diese etwas anders erlebt. Das war natürlich sehr spannend. Nebenbei wurde uns auch begebracht wie hier in Lappland die Einwohner das Eislochfischen betreiben. Wir durften selbst Hand anlegen und jeder durfte sein eigenes Eisloch bohren, (natürlich von Hand). Auch zwei drei kleine Fische wurden gefangen die jedoch wieder ins Wasser gelassen wurden.

Kurz nach Mittag war auch dieser Ausflug vorbei und wir kehrten in unser Blockhütte zurück.

Als Menue stand heute Rentierfilet auf dem Programm. Natürlich von der Jaakkola Farm. Das Filet ist mir ausgezeichnet gelungen und war wunderbar zart.

Nach dem feinen Essen haben wir die Schneeschuhe nochmals angeschanallt und dann ging auf eine Rundwanderung über den Wald zum Ahvenlampisee und zurück. Nun begann es wieder zu schneien und auch der Wind frischte so richtig auf. So genossen wir den Rest des Abends mit Spielen, Barfuss laufen. Die Zeit verging schnell und wir verkrochen uns etwas früher ins Bett um den verpassten Schlaf der letzten Nacht nach zu holen.


Freitag, 24.01.2020

Nachdem wir heute wieder einmal ein wenig ausgeschalfen haben, genossen wir das reichhaltige Frühstück. Nach dem Abwasch haben wir mit dem vielen Schnee der letzten Nacht einen schönen Schneemann gebaut. Leider kommt dieser auf dem Foto nicht richtig zur geltung. Nun gings nochmals zum Shopen in die "City".  Neues haben wir leider nicht gefunden und so entschieden wir uns nochmals die Schneeschuhe anzuschnallen und in die Höhe zu wandern. Einfach herrlich heute, diese Ruhe und dem vielen Pulverschnee. Die Zeit verging so schnell. so mussten wir uns schon wieder auf den Rückweg machen. Im Blockhaus noch schnell die wichtigsten Dinge erledigen und dann Schneeschuhe, Stöcke und alles andere zusammenpacken, damit wir die Sachen noch vor dem Abschlussessen abgeben konnten.

Um 18:30 war dann Besammlung für das Schlussessen. Einen kurzen Spaziergang zum Restaurant Kelo. Da wurden noch einpaar Fotos gemacht und dann das super feine Essen genossen.

Die Aussichten laut vorhersage sind schlecht. Doch man sieht die Sterne und der Himmel ist ganz klar. Ich habe keine Ruhe und bereite einfach alles für die Nordlichter vor.  Schon einigemale hat uns die Vorhersage reingelegt, so das ich der Vorhersage einfach nicht traue. Werde später über Erfolg oder nicht berichten.

Nachtrag:

Leider gabe es keine Nordlichter mehr. Obwohl ich noch bis 23:30 daruaf gewartet habe.


Samstag, 25.01.2020

Heute ist leider schon wieder Abreisetag. Wir Frühstücken noch gemütlich und packen dann wehmütig unsere Koffer.

Um 10:12  werden wir abgeholt und zum Treffpunkt ins Retaurant gebracht.  Pünktlich um 11:00 fahren wir mit 2 Reisbusse richtung Rovaniemi.

12:30 treffen wir in Rovaniemi ein. Etwa 2/3 aller Gäste steigen beim Santa Claus aus und besuchen dort das Village. Die andern bleiben sitzen und fahren bis zum Artikum Museum. Von dort marschieren wir zügig Richtung Innenstadt. Die Sonne scheint in voller Pracht, doch die Temperatur liegt bei - 16C°.

 Wir wollen gleich zum Mexikaner um uns dort fein und reichhaltig zu verköstigen. Es erstaunt uns wie viele Chinesen Rovaniemi belagern. Auch beim Mexicaner sind sie anzutreffen und kennen auch dort keine Manieren. Es wird nach vorne gedrängt und auch nicht wie üblich am Eingeng gewartet bis man dort vom Personal abgeholt wird.

Nachdem wir uns einen feinen Hamburger verzerrt haben, begaben wir uns ins Einkaufszentrum und Shopen dort in den Läden umher. Einiges wurde seid letztem Jahr verändert. Neu Läden, alte wurden renoviert. So verging die Zeit im Fluge und wir mussten uns beeilen um pünktlich um 16:30 beim Articum Museum zu sein. Von dort gings wieder mit den Reisebussen zum Flughafen.

Leider musste uns Hans Mitteilen das der Flieger ca. 90 min. verspätung hat.

Somit hatten wir nun genügend Zeit unsere gekauften Artikel in Ruhe in die Koffer zu verstauen, bevor wir durch den Zoll mussten.  Nun mussten wir uns auch noch von Hans unser treuer Reiseführer verabschieden.

Um 20:05 hob dan unser Flugzeug in Rovaniemi ab und landetet um 22:53 in Zürich. Wir hatten Glück und unser Gepäck war eines der ersten, so konnten wir noch den Zug um 22:23 erwischen.

Müde und erschöpft vom langen Tag vielen wir dann um 23:55 ins Bett.

Schon wieder ist eine prächtige Woche in Luosto vorbei. Wir freuen uns nun auf die Finnischen Sommerferien im Juni.